Karen Weinert | Fotografie

5,80 m (Fotografien innerhalb des Projektes »Büroklammern biegen«)

JVA Dresden, 2006
Aufnahmeformat: 6x6 cm, color-Neg.
Größe 50×50 cm & 70×70 cm, ca. 60 Fotografien
 



Der Alltag hinter Mauer und Stacheldraht ist für uns hier „draußen“ nicht sichtbar. Er wird bewußt ausgeblendet, übersehen, unsichtbar gemacht. Die Gefängnisneubauten entstehen an der Peripherie der Städte und hohe Mauern schützen das Innen und Außen vor gegenseitigen Blicken. Der rankende Pflanzenbewuchs auf der einen Seite kann die Mauer nicht verleugnen, genauso wie die Mauer den Stacheldraht auf der anderen Seite nicht verleugnen kann.

Eine 5,80 m hohe bewachsene Mauer wurde zu fünf unterschiedlichen Zeiten eines Jahres fotografiert. Die ausgewählten 12 Segmente fügen sich lückenlos aneinander, und bilden eine fotografische Gefängnismauer aus 60 Teilen.»